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12.07.2014 - 20.07.2014

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Ein monumentales, dunkelblaues Bild leuchtet unwirklich aus dem Halbdunkel des Ausstellungsraumes. Es fällt schwer seine materielle Beschaffenheit zu erfassen. Auf der von der Decke aus beleuchteten Fläche erscheint immer deutlicher das Bild einer Szene: eine Hand, ein Krug, Steine und Erdklumpen, Holzscheite. Der Bildträger ist ein monochromer Velours-Teppich, dessen Flor in unterschiedliche Richtungen gekämmt wurde. Der Flor wirft Schatten und reflektiert das Licht, wodurch die Hell-Dunkel-Zeichnung entsteht. Dabei verschwimmt der Übergang von der Beleuchtung des Bildträgers zum Licht im Bild. Im hinteren Teil des Raumes steht eine Stahlform am Boden. Der flache, geometrische Körper spiegelt seine Umgebung. Die Oberseite der Form ist mit einer matten Schicht hellgrauer Ölfarbe bemalt.


Tobias Hantmann formt mit unterschiedlichen, zum Teil auch ungewohnten Mitteln, Bilder und Objekte. Dabei spielt der Aspekt der Verunsicherung eine entscheidende Rolle. Was sind die Bedingungen von Bildern? Was sind Bilder überhaupt?


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Tobias Hantmann (*1976) lives and works in Düsseldorf.